Island (Iceland)

Iceland flag

Einstellung gegenüber Ausländern

Es ist ein weit verbreitetes Vorurteil, dass Isländer oft als verschlossen und unkommunikativ dastehen lässt.  Übertriebene Freundlichkeit und ein aufgesetztes Lächeln gilt hier nicht als die normale Art der Begrüßung und verfälscht somit oft den ersten Eindruck. Isländer sind sehr hilfsbereite und freundliche Menschen. Ungeachtet dessen hat Island den Ruf, nicht der einfachste Ort für Ausländer zu sein und aufgrund der Tatsache, dass in Island nicht wirklich viele Ausländer arbeiten,  scheint hier durchaus etwas Wahres dran zu sein. Im Allgemeinen gilt es als eine große Herausforderung für ausländische Interessierte, eine Arbeitsstelle im Land zu finden.

Bezüglich der vertretenen Staatsbürgerschaften hat Island eine der geringsten durchmischten Bevölkerung. Von den 320.000 Einwohnern Islands sind fast 300.000 gebürtige Isländer (93 %). Nichtsdestotrotz sind Isländer aufgeschlossen gegenüber anderen Kulturen. Island ist ein hoch entwickeltes Land mit einem starken Bildungssystem. Dies bedeutet, dass Isländer trotz der wenigen ausländischen Mitbürger nicht ignorant gegenüber anderen Kulturen sind.

Bildung

Das isländische Bildungssystem hat seine Wurzeln im dänischen Vorbild. Es werden vier Bildungsstufen unterschieden, welche von der Vorschule bis zu der höheren Schulausbildung reichen. Eingebettet in diesen liegen die verpflichtende Schulausbildung, sowie die Sekundarstufe II. Dies bedeutet, dass Schüler am Ende der verpflichtenden Schulausbildung, im Alter von 16 Jahren, die Schule verlassen können, wenn sie möchten. Das isländische Bildungssystem wird als eines der Besten weltweit angesehen. Es wird vom Staat gefördert und es gibt nicht viele Privatschulen. Die örtlichen Behörden sind für die Primar – und untere Schulausbildung verantwortlich, wohingegen der Staat für die restliche Bildung verantwortlich ist, was höhere Bildungsinstitutionen wie Universitäten umfasst. Das isländische Bildungssystem basiert auf dem Gleichheitsprinzip. Jeder sollte die gleiche Möglichkeit haben einen Zugang zu Bildung zu bekommen.

Isländer kennen sich sehr gut im Bereich der IT aus. Wie auch andere nordische Länder sind Isländer bekannt dafür, aufkommende Technologien schnell anzunehmen. Isländer sind an soziale Netzwerke gewöhnt, was sich durch 217.000 isländische Facebook User  (rund 70 % der Bevölkerung) widerspiegelt. Tatsächlich hat Island weltweit die höchste Anzahl an Internetbenutzer pro Einwohner.

Kontakte herstellen

Isländer scheinen zu Beginn oft ein wenig zurückhaltend, was nicht ganz ungewöhnlich für nordische Menschen ist. Jedoch sind sie sehr freundlich und es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie, auch wenn Sie das Land aus geschäftlichen Gründen besuchen, in das private Zuhause eingeladen werden und/oder das Land mithilfe der Einheimischen auf andere Art und Weise erleben werden. Isländer fragen oft nach, was ein Besucher über Island denkt. Tritt dieser Fall ein, so sollte man immer Interesse am Land zum Ausdruck bringen, sowie etwas Nettes über das Land zu sagen wissen.

Der Händedruck ist die gewöhnliche Art der Begrüßung unter Geschäftspartnern. Man sollte nicht zu besorgt sein, wann und wo es angebracht ist Kontakte herzustellen. Isländer haben nicht viele Regeln bezüglich gesellschaftlicher Interaktion. Sie verhalten sich untereinander in einer sehr vertrauten Art und Weise, in der es wenig Tabus gibt. Isländische Unternehmen sind auf eine flache Organisationsstruktur ausgerichtet, was bedeutet, dass der CEO im direkten Kontakt mit Führungskräften von unteren Ebenen stehen kann. Dies dient als Hinweise, dass Island eine klassenlose Gesellschaft ist und Menschen mit unterschiedlichem sozioökonomischem Hintergrund unvoreingenommen begegnet.

Business Etikette – Geschäftsmeetings

Die isländische Art Geschäfte zu betreiben unterscheidet sich in vielfältiger Weise von dem, was Geschäftsmänner und –frauen in anderen Ländern erleben. Geschäftstreffen werden sehr positiv angesehen aber was eine Überraschung für Ausländer sein kann ist, dass sich Treffen manchmal als informeller herausstellen als zunächst angenommen war. Geschäft und Vergnügen wird oft gemischt, sodass Geschäftstreffen manchmal nicht so effektiv genutzt werden, wie es sich ein ausländischer Geschäftspartner im Vorfeld erhofft hatte. Es ist empfehlenswert sich im Vorfeld mit den isländischen Geschäftspartnern in Verbindung zu setzen, um sich über den Ablauf des Besuches auszutauschen. Isländer sind manchmal jedoch für ihre Unentschlossenheit bekannt, sodass sie mit ihrer Entscheidung bis zu der letzten Minute warten. Man sollte über vorläufige Beschlüsse nicht zu besorgt sein, da dies Teil der isländischen Kultur darstellt.